Gottesgläubuger Mann

Es lebte einmal ein sehr gottesgläubuger Mann und dieser verirrte sich in der Wüste. Doch da Gott ihn liebte und ihn den Umgang mit den Reiki – Symbolen und Mantras gelehrt hatte, hatte der Mann keine Angst, setzte sich in den Sand und sendete Reiki auf seine Situation.

Die Stunden des Tages schlichen dahin, die Sonne brennte vom Firmament, und denn Mann dürstete es sehr und Hunger quälte seinen Magen. In den Abendstunden gewahrte er eine Frau am Horizont, und da sie näher kam, sah er sie von einem Esel begleitet, der schwer beladen war.

Da sprach die Frau: Oh, guter Mann, du scheinst mir ein gottesgläubuger Mensch zu sein. Ich sehe, dich dürstet es. Komm, im Korb meines Esels habe ich Wasser, Brot und Früchte, labe dich reichlich.”

Ich vertraue auf Gott.

Nein, nein, vielen Dank, gute Frau, sagte der Mann und streckte seine Hände abwehrend aus, weißt du, ich praktiziere Reiki. Ich brauche deine Speisen nicht. Danke, ich vertraue rein auf Gott.

Die kalte Wüstennacht kam und der brennend heiße nächste Tag. Von einem Sonnenstich geplagt, durstig und elend, irrte der Mann umher. Er praktizierte immer noch Reiki, doch er begann zu zweifeln und haderte innerlich mit Gott über sein Schicksal. Da, wieder in der Abendstunde, trat ein Mann, du siehst ja elend aus. Komm, lasse dich laben und deinen Sonnenbrand behandeln. Ich bin der beste Heiler hier in diesem Land, ich kann dir helfen.

Gott gibt mir Heilkraft.

Der beste Heiler? , fragte der Mann erstaunt. Nein, oh nein, antwortete er dann, es ist nicht nötig. Gott hat mir selbst Heilkraft geschenkt. Danke, ich vertraue nur auf ihn. Aber du wirst sehr leiden, wenn die kalte Nacht kommt und du brauchst zu trinken, komm, ich labe dich, sagte der Heiler drängend. Doch dankend lehnte der Mann ab.

Am folgende Tag ging es ihm zusehends schlechter, zum Sterben ausgelaugt sankt er in den Sand und haderte mit Gott, der wohl ausgerechnet ihm nicht helfen konnte oder wollte.

Da kam zum Unglück auch noch ein heftiger Wüstensturm auf und der Sand wehte ihm schneidend ins verbrannte Gesicht. Mit letzter Kraft raffte sich der Mann auf, zeichnete die Symbole und sendete Reiki in seine Situation. Da hörte er eine Karawane nahen. Sofort eilten der Karawanenführer und Frauen herbei, brauchten Wasser und Salben, und schon wollten sie den Mann auf einen ihrer Wagen haben.

Oh guter Mann, sagten sie, du siehst gottgläubig aus. Welch ein Glück, wir können dir helfen, wir laben und heilen dich und wir und wir führen dich aus der Wüste. Doch mit allerletzter Kraft raffte der Mann sich auf: Nein, sagte er, danke. Ich schaffe  es alleine. Ich habe ja Reiki und ich vertraue auf Gott!

Warum hast du mir sterben lasen.

Und als die Karawane im Sandsturm verschwand, schwanden fem guten Mann auch die Sinne und er starb.

Im Himmel aber trat er vor Gott hin und sagte: Gott, ich verstehe dich nicht! Ich habe doch Reiki praktiziert und dir voll und ganz vertraurt. Warum nur hast du mich so grausam sterben lassen?

Da fragte Gott: Oh, du mein guter Mann, warum nur hast du meine Hilfe nicht angenommen? Erst sandte ich dir die Frau mit dem Esel, dann den besten Heiler des Landes und zuletzt noch eine ganze Karawane. Warum has du dich nicht aus der Wüste führen lassen?

Auszug aus dem Buch Intuitiven Reiki Karin E. J. Kolland

 

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